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Und plötzlich ist alles anders

Wie ich meinen Sport sinnvoll betreibe, unterscheidet sich überraschend wenig in der Prävention einer Erkrankung oder als Vorbeugung gegen eine Verschlechterung bzw. Auftreten eines Rezidivs. Klar kommen nach dem „Großen Programm“ mit Operation, Chemo- und Strahlentherapie, Medikamenten einige Einschränkungen dazu. Doch gerade in diesem Moment, unter diesen Bedingungen, können Bewegung und Sport eine wohltuende Wirkung erzielen. Sie unterstützen die Stärkung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit, das Immunsystem und das Wohlbefinden.

 

Bewegung kann dabei nicht allein betrachtet werden. Der ganze Lebensstil, mit Ernährung, Schlafverhalten und Stress, werden sinnvollerweise mit in Augenschein genommen. Aspekte die Sie auch ohne eine Erkrankung beachten, wenn Sie durch Bewegung und Sport etwas erreichen möchten.

 


Obwohl das Wissen über die Gesundheitswirkung von mehr Bewegung im Leben im Allgemeinen bekannt ist und inzwischen  verstärkt als Therapie propagiert wird, hapert es immer noch an der Umsetzung. Viele bauen nach der angstmachenden Diagnose erstmal eine Wagenburg als Verteidigung gegen den Krebs um sich auf, werden passiv und warten ab, wie und ob der Feind weiter angreift! Verständlich, da man überrumpelt wurde und eine aktive Abwehr nicht so einfach aus dem Hut zaubern kann.

 

Die Verwirklichung zu einem bewegungsfreudigen Alltags- und Freizeitverhalten erfordert zuerst eine Menge Energie. Energie, die sich mit der Diagnose an einen unbekannten Ort verflüchtigt hat. Es lohnt sich, sie zu suchen. Durch Bewegung und Sport tun Sie viel dafür, dass Sie stark werden oder bleiben, um trotz der Erkrankung mit Lebensfreude weiterleben zu können.

 

Nur wie starten?

 

Nicht jeder Brustkrebs ist gleich, ebenso verschieden sind die Behandlungen. Und genauso vielfältig und individuell sind die Bewegungs- und Sportmöglichkeiten während der Therapie und danach.