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Laufen - von der Notwendigkeit über den Trend zum Klassiker

Wer flott und ohne Hilfsmittel unterwegs sein möchte, kommt um das Laufen nicht herum.

 

Laufen war bei unseren Urahnen eine absolut notwendige Bewegungsart, sei es um längere Strecken zur Nahrungssuche zu bewältigen oder um rasch und ausdauernd vor Gefahren wegrennen zu können. Laufen war Alltag. Wir laufen im Alltag selten - wenn wir z.B. zu spät dran sind. Heute gehört diese Bewegungsform in die Freizeit. Hier entweder aus gesundheitlichen und „gewichtigen“ Gründen, weil es „in“ ist oder als Leistungs- und Wettkampfsport.

Die Paradeform der klassischen Ausdauersportarten wurde erst in den 70er Jahren für die Allgemeinheit populär. Zuerst noch als Spinner und insbesondere Spinnerinnen abgetan, sieht man heute diese, dem Laufen gegenüber, verachtungsvollen Zeitgenossen von damals, ihr Übergewicht mühsam joggend durch den Park schleppen.


Wer einmal von dem Laufvirus befallen ist, kommt selten wieder davon los, läuft regelmäßig. Eine schwere Krankheit wie Krebs bildet hier nicht automatisch ein Hindernis. Sind Sie bereits vor der Erkrankung gelaufen? Dann werden Sie auch weiterhin aktiv sein wollen. Dass es nicht ganz nahtlos so weiterläuft wie gewohnt, ist klar. Doch wer auf sich hört und - das Gehörte oder Gefühlte selbstredend akzeptiert – wird zumindest locker weiterlaufen können. Sogar in der Akutphase. Eine ärztliche Erlaubnis ist jedoch Voraussetzung.

 

Ein Marathonwettkampf ist in der ersten Zeit kein realistisches Ziel. Im Diagnose und Therapiezeitraum ist die Unterstützung der Gesundheit eine bessere Motivation, als eine Wettkampfteilnahme.

 

Allein das langsame Joggen in der frischen Luft mit leicht erhöhtem Puls führt bereits zu einem größeren Austausch mit Sauerstoff. Und bedeutet einen ersten kleinen Schritt in die Normalität der Welt der Läuferinnen. Auch wenn am Anfang etwas zwickt, oder der Puls nach oben schießt, nicht aufgeben. Im Körper befinden sich so viele Baustellen, die gerne mal hier rufen, wenn zu viel Energie für den Sport abgezwackt werden. Sich einfach mehr Zeit geben, aber die Visionen im Blick behalten.