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Wandern - allein oder Gruppe?

Jede hat ihre Vorlieben. Direkt in oder nach der akuten Phase, mit der psychischen Belastung der Erkrankung, wenn die Therapien mitsamt Nebenwirkungen im vollen Gange sind, ist es zumindest sicherer, mit anderen zusammen zu Wandern. Die Kräfte lassen sich noch nicht 100% einschätzen und bis man Hilfe über das Mobiltelefon holt, kann in der Natur doch etwas länger dauern. Neben dem Sicherheitsgefühl gibt einem eine Gruppe auch wieder ein Gefühl der Normalität. Unabhängig, ob es eine „normale“ Wandergruppe, Reha oder gemischte Gruppe ist, wird gelacht und herum gealbert, nicht zu vergessen das gemeinsame Einfallen in ein Cafe oder einer Waldwirtschaft bzw. Hütte.

 

 Man darf sich auf der anderen Seite aber nicht scheuen auf eine Schwäche aufmerksam zu machen, es bringt nichts, die Zähne zusammen zu beißen. Genauso wie in den anderen Sportarten kann es zu extremen Übersäuerungen kommen und der Akku kann relativ plötzlich, mitten im Anstieg, vollkommen leer sein. Man ist sich besser bewusst, dass nur wenige Reserven an Energie vorhanden sind, die man vielleicht noch raus kitzeln könnte. Das bleibt nicht so, diese füllen sich im Laufe der Zeit wieder auf. Nur ist hier Geduld gefragt.

 


Lieber alleine wandernde Pink Hikers brauchen nicht auf ihr Hobby zu verzichten. Suchen Sie sich Wanderstrecken aus, die normalerweise besser frequentiert werden. Das sind Waldwege in Stadtnähe, um beliebte Ausflugslokale herum, oder Premiumwanderstrecken. Ich bin über weite Strecken den Rheinsteig allein gegangen, hatte nicht nur Gegenverkehr, sondern überholte WanderInnen oder wurde überholt. Oft wanderte ich auch Streckenabschnitte mit anderen zusammen. Woher, wohin, Tipps, welche Strecken sich noch zum Alleine-Wandern eignen usw., erstaunlich wie viele Leute solo unterwegs sind.