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Schwimmen

Wir Menschen bestehen nicht nur zu einem großen Teil aus Wasser (über 70%!), unsere Vorläufer in der Evolutionsgeschichte lebten im eigentlichen Sinne als Vorschwimmer. Als die Erde noch für Menschen unwirtlich wirkte, tummelten sie sich ausschließlich im Wasser. Diese archaische Fähigkeit haben wir alle noch in uns. Ein Säugling fühlt sich im Schwimmbecken pudelwohl - wir kennen die faszinierenden Bilder von Babys, die mit weit aufgerissenen Augen vergnügt im Becken tauchen.

 

Schwimmen bietet sich als eine natürliche Sport- und Bewegungsart für uns Menschen an, geeignet für Therapie und Reha. Nicht umsonst findet man in Rehakliniken häufig Schwimmbäder.

 


Hochfrequentierte Bäder können im Einzelfall eine Infektionsquelle für anfällige Menschen darstellen. OP-Narben oder Hautschädigungen durch die Strahlentherapie sind besser vollkommen abgeheilt, bevor Sie eintauchen.

 

In öffentlichen Schwimmbädern ist man selten vor rüpelhaften Mitschwimmern gefeit – einem Schlag auf die Brust schwimmt man besser tunlichst aus dem Weg. Manchmal gibt es in Hotelanlagen Schwimmbecken, die erstens groß genug sind, dass man nicht nur Wenden trainiert und zweitens externen Gästen Zugang ermöglichen. Fragen Sie nach, wann Sie am besten schwimmen können. Zu bestimmten Zeiten, z.B. während Essenszeiten leeren sich oft die Hotel-Schwimmbäder.

 


Neben der Wasserqualität stellt das eigene Immunsystem ein Risikofaktor dar. Das körpereigene Abwehrsystem steht bei dieser Erkrankung unter Dauerstress und man ist anfälliger für Infekte.

 

Sie haben bestimmt noch die Ermahnungen der Mutter im Ohr: Nicht nass im Schwimmbad herumlaufen, mit nassen Haaren aus der Halle gehen, den Badeanzug wechseln usw.. Zusätzlich zu allem einen Schnupfen zu provozieren, braucht man zu diesem Zeitpunkt wirklich nicht.

 

Das Schwimmen, auch im kühleren bis kaltem Wasser, kann auf der anderen Seite das Immunsystem stärken. Die Temperaturtoleranz erhöht sich - ein natürlicher Schutz vor Erkältungen. Zusätzlich regt das kühle Wasser den Fluss der Lymphe vorzüglich an.

 

Schwimmen eignet sich in der Therapie, aber ebenso als sportliches Bewegungstraining mit Brustkrebs. Egal welche Technik Sie schwimmen, der OP-Bereich wird gedehnt und trainiert. Ruckartige Bewegungen verhindert die Trägheit des Wassers. Dadurch vermindert sich die Gefahr einer Verletzung oder unangenehmer Empfindungen im Narbenbereich. Es lohnt sich mit dem regelmäßigen Schwimmen anzufangen. Schwimmen bietet sich außerdem als attraktive Alternative an, wenn Ihre bisherige Sportart nicht mehr richtig oder mit Freude daran durchzuführen ist. Eine wirksame Technik und deren Überprüfung auf die neuen Bedingungen sind allerdings von Vorteil.