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Pilgerwanderweg Hildegard v. Bingen

Rein äußerlich liegt der Unterschied nur in der Streckenführung. Die Wegführung orientiert sich an religiösen Symbolen, Zielen und Gebäuden, wie Kirchen, Klöstern, Kapellen. Doch Pilgerwanderungen haben auch oft etwas mit Gesundheit, mit Änderungen im Lebensstil, mit Schicksalsschlägen, zu tun. Sie dienen der inneren Einkehr in Verbindung mit äußerer, rhythmischer Bewegung. Ritualisierte Handlungen verdeutlichen den meditativen Charakter. Jeder Tag läuft ähnlich ab. Aufstehen, frühstücken, wandern, nachdenken, essen, wandern, nachdenken, kontemplative Versenkung oder Meditation, essen, schlafen…  Einen Rhythmus finden. Vielleicht den durch die Krebserkrankung verlorenen. Wir kennen Rhythmus aus der Musik. Doch Rhythmus ist mehr. Er ist mächtig und geht in die Tiefe. Rhythmus kann sich zur Quelle der Lebenskraft entwickeln. Darum ist es so wichtig einen guten, den eigenen Rhythmus zu finden. Eine Pilgerwanderung bietet die Chance, trotz eventuell vieler Menschen um uns herum, sofern sie das gleiche, übergeordnete Ziel haben, werden dadurch Energien frei.

 


 

Heute war ich fast allein unterwegs und trotzdem hat mich die Strecke in den Bann geschlagen. Lag es an den Textstellen? Oder, dass ich gefragt wurde, ob ich pilgere? Von den Anwohnern wird man auf solch einer Strecke gleich anders wahrgenommen.

Was ist das? Ehrfurcht? Oder Anerkennung, dass es nicht nur ein sportliches Ziel ist?

 


Das Morgenbachtal - besonders schön nach Regenfällen.


Fast Zuhause. Im Laufe des Jahres werde ich bestimmt noch die anderen Etappen gehen. Vielleicht mit Zelt?