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Erfolge sind persönlich


 

 

 

Nach den Therapien, als ich wieder anfing mehr und länger zu wandern, bin ich den Rheinburgenweg von Oberwesel nach St. Goar über die „Umgehung“ gewandert. Das Risiko über den Oelsbergsteig hoch, war mir zu groß. Mein linkes Bein und der linke Arm koordinierten noch nicht richtig, ich stolperte noch über jeden Stein, der auf einem Feldweg lag. Es wäre mit großer Wahrscheinlichkeit ein Misserfolg geworden, zumindest eine Quälerei, über diese Route zu gehen. Brauch ich nicht, muss ich nicht, will ich nicht!

 


 

 

 

 

 

 

 

Heute war der richtige Tag, das nachzuholen. Obwohl ich keine Bedenken mehr hatte, stellte sich oben das Gefühl einer großen Leistungsfähigkeit, eines Erfolges ein – Gipfelfeeling. Egal wie unspektakulär es für andere ist.

 


 

 

 

 

Das ist das Entscheidende. Was bedeutet es mir, jetzt in diesem Moment, in dieser Situation? Mit der Beantwortung dieser Frage werden die 100 Stufen zur Burg hoch am Ende der Chemozeit, der erste kleine Gipfel in den Alpen, die Nepaltour und eben heute der Oelsbergsteig zu gleichwertigen Erfolgen.

 

Erfolge – individuell, persönlich, der Situation angepasst.