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Motivation -ganz subjektiv

So auch am heutigen Samstag. Als Alleintag geplant, konnte und wollte ich mich bis zum Frühstück – mit dem aktuellen Wetterbericht – noch nicht festlegen, mir alle Optionen offenlassen. Doch beim Aufwachen fühlte ich mich gerädert. Die viele und belastende Arbeit in meinem existenzsichernden Job in den letzten Wochen, macht mich auf Dauer mürbe. Aber siehe oben.

 


Also rein in die Klamotten, den Rucksack mit viel Wasser und etwas Essen gefüllt, Karte, Foto und Handy. Sonnenbrille auf! Mehr brauche ich zur Zeit nicht. Und einfach los – ich profitiere davon, dass ich direkt am Wald wohne. Mich treiben lassen. Wohin zieht es mich?

 


Und es ging. Und ging, im Rhythmus, die Stimmung steigt, spüre wieder Kraft in den Beinen. Das Blätterdach beschirmt mich und der Wind kühlt angenehm. Die Mücken sind etwas lästig, aber auch diese haben ihre Daseinsberechtigung, bei diesem schwülen Wetter. Es zog mich weiter, hinauf zum Salzkopf, immerhin mit 627 m die höchste Erhebung im Binger Wald. Leider kurz vor den 3 Buchen immer noch diesiges Wetter, keine Fernsicht. Zurück geht es überwiegend abwärts. Fühle mich energiereicher als beim Aufstehen. Genieße die Natur, entdecke immer wieder besondere Bäume, viele Schmetterlinge und mir unbekannte Vögel fliegen auf. Überraschend wenig Zweibeiner und Zweiräder unterwegs.


Ich überhole ein (wirklich!) altes Paar, dass sich an den Händen hält, zwar langsam, aber sicheren Schrittes wandert. Nach den üblichen Fragen nach dem wohin und woher, und als Frau allein im Wald(!), geben sie mir den Tipp, jeden Tag mit Bewegung zu genießen – solange es geht. Das werde ich auch weiterhin befolgen!


Nach 6 Stunden wieder zuhause, finde ich wenigstens noch eine Flasche alkoholfreies Bier. Zum Glück! Sonst müsste ich mich nochmal auf’s Rad schwingen.

Doch dazu fehlt mir die Motivation!!!