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Radfahren 2 - bei jedem Wetter


Durch die Operationsnarben kann der Lymphrückfluss im Arm gestört werden, bei der Einen mehr, bei der Anderen weniger. Beim Radfahren gibt es deshalb ein paar Punkte zu beachten.

 

Je nach Lenker und Griffhaltung kann das Handgelenk abgeknickt auf dem Lenker liegen. Dies staut den Rückfluss und diese Situation gilt es zu vermieden. Neuere Räder haben weitgehend ergonomisch günstige Griffe, bei einem älteren Rad können Sie sich eventuell einen entsprechenden Griff montieren (lassen). Aus dem gleichen Grund lockern Sie die Hand auf der Problemseite, sobald es gefahrlos geht, ansonsten kann es zu einer statischen Muskelbelastung im Unterarmbereich kommen. Mit einer kontinuierlichen Muskelanspannung bleibt der Lymphflüssigkeit weniger Platz und sie wird auch nicht zum Fließen angeregt.

 


Falls Sie sowieso einen Kompressionsarmstrumpf inklusive Handschuh tragen (müssen), kann dieser die Situation etwas verbessern. Doch auch hier gilt, die Finger beziehungsweise die Hand immer wieder einmal zu bewegen, öffnen und schließen im Wechsel, wenn es die Verkehrssituation erlaubt. Mal ein bisschen breiter oder schmäler greifen, wer Hörnchen am Lenker hat, kann die Griffposition zwischendurch wechseln.

 


Bei kühlen Temperaturen kommen Handschuhe dazu, der Fahrtwind lässt nicht nur das Temperaturempfinden in den Keller sacken, sondern die Hände werden steif und erneut wird der Lymphdurchfluss gehemmt. Deshalb auch bei vermeintlich angenehmen Wetter lieber den Arm oder Hände etwas wärmer anziehen, mit langen Ärmeln oder Armlingen und Radhandschuhen und im Winter eine Nr. dicker.

 


Und trotzdem, ich habe das Wetter heute genossen. Ein bisschen kämpfen gegen den Wind, vermummt und ziemlich allein auf dem Radweg. Ein Gefühl von Energie, mit eigener Kraft vorankommen.