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Neujahrsvorsätze realisieren!


Aber gerade das bedeutet für mich eine Herausforderung, und es tat und tut mir gut morgens in aller Frühe, am Kulturufer entlang zum Zug zu »promenieren«. Ohne Zeitdruck, 25 Minuten in der frischen Luft, mit einem herrlichen Panorama. Eindeutig eine gute Alternative zum Radfahren, solange das Wetter mit glatt oder nicht glatt zu große zeitliche Hindernisse auf den Radweg zaubern kann. Der Zug wartet nicht auf mich!

 


Für Dienstag waren Temperaturen über dem Gefrierpunkt, stark bewölkt, aber trocken vorhergesagt. Entweder jetzt oder ich finde immer wieder Ausreden. Am Montag habe ich bereits alles Nötige in der Firma deponiert, so dass heute der kleine, leichte Rucksack ausreichte für Frischkornbrei und Pausenbrote. Damit es nicht klappert und auch zur Sicherheit, falls es im Zug zieht, alles ausgepolstert mit meiner leichten Wärmejacke. Portemonnaie und E-Book für die Zugfahrt, das war’s.

 


Und es läuft gut. Das Szenario der Strecke kenne ich von meinem Samstagmorgenlauf, nun allerdings alles eine anderthalb Stunde früher. Wow, es ist noch schöner, als zu gehen. Diese Atmosphäre am Morgen birgt in sich eine Aufbruchsstimmung, einen Start in den Tag, der einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Aber Achtung, man hebt sich dabei etwas von der zumeist eher verschlossenen bis missmutigen Mimik der anderen Pendler ab.

 


Der Lauf an sich ein ganz lockeres Jogging, mehr um die Morgensteifigkeit zu vertreiben. Da ich zeitlich noch unsicher bin, laufe etwas früher los. Das macht allerdings gar nichts, da ich am Kulturufer im Bereich vom beleuchtetem Alten Kran noch hin und herlaufen kann, bis der Zug einfährt. Er hat 7 Minuten Aufenthalt, ich komme trotzdem noch entspannt durch die Unterführung auf den Bahnsteig und in den warmen Zug.


Und dies war nur der erste Teil. Die eigentliche Laufeinheit absolviere ich nach der Arbeit. Ich steige also noch in der Firma in die Laufklamotten, fahre mit dem Zug bis zum Hbf und laufe sofort, noch auf dem Bahnsteig los. Damit ich nicht auf die Idee komme, Richtung Wohnung abzubiegen! Zuerst geht es durch den Park am Mäuseturm, dann jogge ich doch noch einmal, wie am Morgen über die Nahebrücke und am Kulturufer entlang und wieder zurück.

 


Oh ja. Es fällt mir auch nicht leicht. Meine Beine sind schwer, ich stehe 8 Stunden in der Firma, unterbrochen durch noch einmal etlichen Metern Gehen mit Treppenstufen. Deswegen bleibt es auch am Abend beim langsamen Joggen, fast schon gemütlich! Vollkommen ausreichend! Ich bin froh, dass ich es heute gewagt habe, fühle mich durch das Mehr an Bewegung komplett. Die lange Anfahrt zur Arbeitsstätte verliert ihren Schrecken.