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Resilienztraining - mit Sonne geht es leichter

Resilienz bzw. Resilienztraining ist inzwischen in der Öffentlichkeit angekommen. Ganze Batterien von Büchern und Kursangebote überschwemmen den Markt. Praxis und Übungsempfehlungen en masse. Trotzdem ist es mit/nach einer Krebserkrankung nicht einfach, diese umzusetzen. Das Loch ist sehr tief, in die die Krankheit uns fallen lässt. Zu Beginn, mit der Diagnose und immer wieder.

 


Aus Gesprächen mit Mitbetroffenen weiß ich, dass es nicht nur mir so geht – jedes noch so kleine Zipperlein haut einem erneut einen langen Abhang hinunter. Unten angekommen, schleicht sich mir jedes Mal das Bild von Sisyphos in meine Gedanken.

 


Es ist mir inzwischen mehr als klar, dass die Einstellung, also der Kopf entscheidender für ein Stehauf-Frauchen ist – mehr als die körperlichen Fähigkeiten.

 

Der absolute Wille, es abermals den Berg hinauf zu schaffen. Der Glaube daran, genährt auch durch die Erfahrungen der letzten Jahre, dass ein selbstgewählter Gipfel, vielleicht mühsam, aber erreichbar ist. Der Übermut, die Fähigkeit einer klitzekleinen Selbstüberschätzung, es auch mit Freude und Spaß erreichen zu können.

 



 

Und obendrein, die Vorstellung, die Vision, es wieder erreicht zu haben. Dankbarkeit, das satt zufriedene Gefühl, erneut oben zu stehen. Das macht demütig, der Natur und den biologischen Fähigkeiten des Menschen gegenüber.

 


Die Praxis gelingt. An solchen Tagen, wie diesem Wochenende mit Sonne, Wärme und den in alles strömende Saft der Natur. Alles fließt, sichtbar nicht nur an Flüssen und Bächen, sondern auch in Blättern und Blüten. Die Energie zeigt sich wieder, ist zu sehen, aber auch zu spüren. In der natürlichen Umgebung und in mir – Netzwerk, Einheit.